Spirig und Schildknecht dominieren SM klar

Nicola Spirig lief und fuhr am Intervall-Duathlon über 4-16-4-16-4 allein auf weiter Flur zu SM-Gold und distanzierte die zweitplatzierte Alexandra Schaller deutlich. Die Affiche Ronnie Schildknecht contra Reto Hug verlief weniger spannend als erwartet. Verlor doch der  in Drafting-Rennen weltcuperprobte Triathlet Hug gegen den brillanten Zeitfahrer Schildknecht in diesem No-Drafting-Rennen bereits auf den ersten Radkilometern den Anschluss und musste sich damit begnügen, Silber zu verteidigen.

Kurzdistanz-Triathlon mit erlaubtem Windschattenfahren ist eine ganz andere Sportart als Langdistanz-Triathlon oder Duathlon mit Windschattenverbot. Das Duell zwischen Ironman Ronnie Schildknecht und Olympia-Aspirant Reto Hug war dafür exemplarisch. Beispielhaft war das Rennen aber auch für die taktische Cleverness von Schildknecht. Obwohl läuferisch auf dem Papier schwächer als Hug, machte er auf den ersten vier Kilometern derart Tempo, dass Hug gar nicht daran dachte, anzugreifen. Aufs Rad schwangen sich die beiden gleichzeitig, doch Schildknecht beschleunigte in seiner perfekten, tiefen  Aeroposition auf den ersten Kilometern derart, dass der aufgrund der spezifischen Anforderungen im Triathlon-Weltcup höher sitzende Hug abreissen lassen musste. "Ich hatte bei diesen Voraussetzungen schlicht keine Chance", gab Hug im Anschluss zu. Der Rückstand hätte auch grösser als zwei Minuten ausfallen können: "Ich fühlte mich derart stark auf dem Rad, dass ich mich auf den Laufstrecken nicht sonderlich verausgabt habe", erläuterte nämlich Schildknecht im Ziel. Dritter der SM wurde Stephan Wenk aus Greifensee, der seine Gegener mit zunehmender Distanz zermürbte.

Erreichte Hug Silber, gab sich seine Lebenspartnerin Nicola Spirig mit nichts weniger als Gold zufrieden. Die amtierende Europmeisterin im Triathlon trat allerdings ohne ernsthafte Konkurrenz an. Sie liess die Zürcher Vorjahressiegerin Alexandra Schaller schon auf der Laufstrecke stehen und zog ihren Rhythmus unwiderstehlich durch. Am Schluss resultierte ein Vorsprung von fast 5 Minuten. Dritte wurde überraschend die Lokalmatadorin Jasmin Läderach aus Rothrist. Nicola Spirig hatte den Intervall-Duathlon schon mehrmals gewonnen, doch freute sie sich wie bei einer Premiere und nahm den Siegerblumenstrauss mit einem breiten Lachen entgegen. "Ich habe zum Muttertag unbedingt noch einen Blumenstrauss für Mama gebraucht", scherzte sie. Sie hat allen Grund zur guten Laune. Erhielt sie doch die Bestätigung dafür, dass ihr Fahrplan für Olympia stimmt.

Das OK des Intervall-Duathlons dankt allen Athelten für die fairen Wettkämpfe in Zofingen und entschuldigt sich für die Probleme bei der Zeitmessung. Wir werden die Ranglisten sobald wie möglich aufschalten.

Gute Erholung und bis zum nächsten Jahr. 

Ranglisten

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CAD

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